Hautkrebs

„Manchmal begreift die Haut mehr als der Kopf“, sagt ein Sprichwort. Unsere Haut ist ein kluges Organ. Nicht nur dass sie schwitzt, wenn wir Abkühlung brauchen, oder mit Melaninproduktion reagiert, wenn zu viel Sonne uns zu schädigen droht. Auch die verschiedenen Erkrankungsformen der Haut folgen einer inneren Logik, die man erkennen und verstehen lernen kann. Patienten, die an Hautkrebs erkrankt sind und sich zusätzlich zur schulmedizinischen Therapie auch mit den möglichen seelischen Ursachen ihrer Krankheit auseinandersetzen möchten, können einiges tun, um dem Wiederkehren der Krankheit vorzubeugen und sich einen höheren Grad an körperlicher und seelischer Gesundheit zu erarbeiten. Vor allem, wenn sie sich der Frage stellen, ob und in welchen Lebensbereichen sie sich schwer tun mit dem Thema der seelischen Abgrenzung.

Verdacht auf Hautkrebs?

Die gefährlichste Form von Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt, ist eine bösartige Tumorbildung, die von den sog. Melanozyten ausgeht, denjenigen Hautzellen, in denen der dunkle Farbstoff Melanin gebildet wird, der bei intensiver Sonnenbestrahlung für die Braunfärbung der Haut verantwortlich ist.

Die Entwicklung eines malignen Melanoms beginnt oft langsam und unscheinbar mit rötlichen, bräunlichen oder schwärzlichen Flecken. Auch kleine Hauterhabenheiten oder Knoten ohne Allgemeinbeschwerden können am Anfang stehen. Grundsätzlich sollte man im Rahmen der Eigenvorsorge auf folgende mögliche Anzeichen achten:

  • Hautflecken oder Muttermale, die sich verändern
  • Neu auftretende Muttermale
  • Muttermale und Knoten, die sich vergrößern, schuppig werden, bluten oder an Körperstellen neu auftreten, die besonders häufig der Sonne ausgesetzt sind (Gesicht, Hände)
  • Hautveränderungen an den äußeren Geschlechtsorganen, auch an den Brustwarzen (Warzenbildungen, Verfärbungen, Verdickungen)

Da es eine Fülle von gutartigen Hautveränderungen gibt, ist die Wahrscheinlichkeit meist höher, dass es sich um harmlose Erscheinungen handelt. Dennoch muss zur Sicherheit in solchen Fällen immer eine Abklärung durch den Hautarzt erfolgen!

Maligne Melanome gehören zu den aggressivsten Krebserkrankungen, da sie eine ausgesprochene Neigung zur Metastasierung besitzen. Früherkennung ist deshalb besonders wichtig und kann die Überlebensrate deutlich erhöhen. Das gilt vor allem für Melanomformen, die von Beginn an in die Tiefe wachsen, aber auch für jene Arten, bei denen sich die Tumorzellen zunächst in die Breite und erst später in die Tiefe vermehren. Die Eindringtiefe in die Haut, der sog. Level, ist für die Prognose maßgeblich entscheidend.

Ein malignes Melanom entsteht durch bösartige Zellveränderungen, die sich vor allem auf vorgeschädigter Haut entwickeln (Geschwüre, Narben, Röntgenbestrahlung, Sonnenbrand). Die große Beliebtheit von Sonnenbädern hat bei weißhäutigen Menschen in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Zunahme des Krankheitsbildes geführt. Sonnenstrahlung auf nicht strahlengewöhnter und vorgebräunter Haut ist besonders gefährlich. Die Ausdünnung des Ozonmantels über der Erde wirkt ebenso begünstigend auf die Entstehung von Hautkrebs wie ein Schönheitsideal, das Gebräuntsein mit Attraktivität gleichsetzt. Eine weitere Risikogruppe sind Personen mit zahlreichen Muttermalen.

Neben dem malignen Melanom gibt es noch zwei weitere Hautkrebsarten, die allerdings weniger aggressiv sind: Basaliome wachsen eher langsam, sind nur wenig bösartig und neigen nicht zur Metastasierung, Plattenepithelkarzinome dringen stärker als Basaliome in die Tiefe vor, neigen aber erst im späteren Stadium zur Metastasenbildung.

Seelische Aspekte bei Hautkrebs

Die Haut ist das Organ der Begrenzung und der Kontaktaufnahme. Sie ist der Übergang zwischen Innenwelt und Außenwelt. Die Umgangssprache kennt den Begriff „Grenzkonflikt“. Er bringt zum Ausdruck, dass Dysbalancen zwischen zwei Bereichen meist genau an jenem Ort zu eskalieren pflegen, wo sie einander berühren.

Ein wucherndes Geschehen im Bereich der Haut kann so gesehen darauf hinweisen, dass der Betroffene in einem seelischen Grenzkonflikt mit seiner Umwelt lebt. Möglicherweise grenzt er sich in Familie oder Beruf gegenüber anderen Menschen nicht genug ab – oder auch zu stark, d. h. er „mauert“ sich zu sehr ein im Sinne einer übertriebenen Abgrenzung. Dass die eigenen Grenzen zu einem „bösartigen“ Problem geworden sind, kann vom Organismus körpersprachlich in Form von Hautkrebs zum Ausdruck gebracht werden.

Die Haut ist auch ein Schutz- und Ausdrucksorgan und damit ein wichtiges Element der Kommunikation. Zärtliche Berührungen, ein Kuss, Streicheln, aber auch Wegstoßen und Schlagen eines Menschen spielen sich sämtlich von Haut zu Haut ab. Wer einen Anderen liebevoll berührt, kann ihm wortlos seine Zuneigung zu verstehen geben. Wir „sprechen“ mit unserer Haut also ebenso, wie wir mit ihr „hören“ – nonverbal, aber unmissverständlich.

Hauterkrankungen sind häufig Ausdruck einer tiefgreifenden Nähe-Distanz-Problematik. Im Hautkrebs nimmt sie eine geradezu dramatische Form an: Das wild-wuchernde Wachstum an der eigenen Grenze kann darauf hinweisen, wie stark der Patient den Kontakt zu sich selbst verloren hat: Er hat womöglich seit Jahren nicht mehr spüren können, wo ihm Belastungen über den Kopf gewachsen sind, wo er “ja“ gesagt hat, obwohl er eigentlich lieber „nein“ gesagt hätte oder wo er sich vielleicht so stark abgegrenzt hat, dass er innerhalb seiner eigenen Mauern vereinsamt.

Praktische Tipps bei Hautkrebs

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©  Margret Rupprecht

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