Gürtelrose (Herpes zoster, Infektion durch Varicella-Zoster-Virus)

Die Mitglieder der Herpesvirus-Gruppe verursachen beim Menschen mehrere unterschiedliche Infektionskrankheiten. Einer ihrer bekanntesten Vertreter, das Varicella-Zoster-Virus, ist der Erreger von Windpocken (bei Kindern) und von Gürtelrose (bei Erwachsenen). Es gehört zu einer Virusgruppe, die dazu neigt, nach überstandener Infektion im Verborgenen zu schlummern, aber jederzeit erneut aktiv zu werden, wenn man geschwächt ist. Vor allem in Zeiten von starkem Stress oder herabgesetzter Abwehr.

Symptome einer Gürtelrose

Die hochinfektiösen Windpocken befallen hauptsächlich Kleinkinder, wo sie in der Regel einen leichten Verlauf nehmen. Beim Erwachsenen zeigt sich ein erneuter Ausbruch von Herpes zoster in Form der hoch schmerzhaften Gürtelrose. Im frühen Stadium entwickelt sich eine akute Entzündungsreaktion im Nervengewebe des Rückenmarks. Von dort wandert das Virus entlang von Nervenbahnen und zeigt sich mit schmerzhaften Rötungen auf der darüber liegenden Haut. Diese Rötungen legen sich wie ein Gürtel – daher „Gürtelrose“ – in Form eines Streifens um den Rumpf herum.

Das Anfangsstadium einer Gürtelrose beginnt mit Unwohlsein, leichtem Fieber und Frösteln. An der später betroffenen Stelle im Rumpf- oder auch Hals- und Gesichtsbereich verspürt der Patient ein Brennen und Schmerzen, auf die nach vier bis fünf Tagen eine Rötung mit Bläschenbildung erfolgt. Der typische Ausschlag zeigt sich mit gruppenförmigen Bläschen auf gerötetem Grund, die nach drei bis vier Tagen in Pusteln übergehen, nach weiteren sieben bis zehn Tagen Krusten bilden und in der Regel nach drei Wochen abgeheilt sind.

Die Bläschenbildung auf der Haut ist unästhetisch und unangenehm. Da sie in einem absehbaren Zeitraum wieder abheilt, stört sie den Patienten jedoch weniger als die oft unerträglichen, stechenden Nervenschmerzen. Sie gehen den Bläschen oftmals voraus, entwickeln sich gleichzeitig mit ihnen oder folgen ihnen nach. Eine unkomplizierte Zosterinfektion läuft ähnlich wie Windpocken selbstlimitierend ab. Das weitaus größere Problem ergibt sich aber aus der gefürchteten Langzeitkomplikation: der sog. postherpetischen Neuralgie. Darunter versteht man chronische, quälende Nervenschmerzen im Bereich des betroffenen Hautabschnittes nach Abklingen des Hautausschlags. Sie treten bei jüngeren Patienten selten auf, bei den über Sechzigjährigen finden sie sich jedoch in etwa zwei Dritteln aller Fälle. Diese Schmerzen können nach Abheilen des Hautausschlages auf unbestimmte Zeit bestehen bleiben und die Lebensqualität des Patienten erheblich beeinträchtigen.

Praktische Tipps bei akuter Gürtelrose

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Praktische Tipps bei Zosterneuralgie

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©  Margret Rupprecht

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