Aronia (Apfelbeere)

Heilpflanze mit hohem Anteil an Antioxidantien für Anti-Aging und Infektprophylaxe

 

Es muss nicht immer Rotwein sein: In den vergangenen Jahren wurde in der Fach- und Publikumspresse häufig auf den hohen Gehalt von gesundheitsfördernden Anthocyanen in Rotwein hingewiesen, wobei man die gesundheitliche Belastung durch den Alkohol oft bagatellisierte. Anthocyane sind eine Gruppe von Pflanzenfarbstoffen, die zu den Antioxidantien gehören. Rote und blaue Früchte wie Kirschen, rote Trauben oder Heidelbeeren enthalten besonders viele Anthocyane. Doch es gibt eine Frucht, die etwa fünf Mal so viele Anthocyane enthält wie rote Trauben und der aus ihnen hergestellte Rotwein: Aronia, die Apfelbeere.

 

Warum sind Anthocyane wichtig? In unserem Körper entstehen durch Sauerstoffverbrennung, durch Sport, Stress und Entzündungen ständig sog. Freie Radikale, auch Oxidantien genannt. Dabei handelt es sich um unvollständige Moleküle, denen ein Elektron fehlt. Freie Radikale sind insofern „radikal“, also gefährlich, als sie sich das fehlende Molekül von einem Nachbarmolekühl stehlen. Dadurch wird das Nachbarmolekül seinerseits beschädigt und raubt sich von einem weiteren Nachbarmolekül ein Elektron zurück. So entstehen Kettenreaktionen von schädigenden Prozessen in den Körperzellen, wodurch sich Alterungs- und Abbauprozesse beschleunigen. Sogenannte Antioxidantien können diese Kettenreaktionen verhindern. Ihre Wirkungsweise ist einfach: Sie gehen mit den Oxidantien, also den freien Radikalen, eine Verbindung ein und schenken ihnen das fehlende Elektron. So werden die freien Radikalen neutralisiert und schädigende Kettenreaktionen finden gar nicht erst statt. Das Antioxidans wird dabei allerdings verbraucht. Deshalb ist es wichtig, den Antioxidantienspeicher immer wieder aufzufüllen. Zu den Antioxidantien gehören die Vitamine A, C, E, Beta-Carotin und Cystein, ferner Glutathion und Co-enzym Q 10. Auch die Spurenelemente Selen, Eisen, Zink, Mangan und Kupfer enthalten antioxidative Eigenschaften.

Besonders stark antioxidativ wirken jene dunklen Pflanzenfarbstoffe namens Anthocyane, wie sie in den beerigen roten oder schwarzen Aroniafrüchten überreich enthalten sind. Die Apfelbeere ist ein sommergrüner Strauch, gehört zu den Kernobstgewächsen und stammt ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas. Die erbsengroßen Früchte schmecken heidelbeerähnlich und können von August bis Oktober geerntet werden.  Man kann Aronia getrocknet als Nahrungsergänzung in Tabletten- oder Kapselform zu sich nehmen. Noch besser resorbierbar und vor allem eine echte Gaumenfreude ist Aronia-Saft, am besten aus Apfelbeeren, die biologisch-dynamisch angebaut wurden.

 

 

Praktische Einsatzmöglichkeiten für Aronia

 

Wer regelmäßig auf eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien achtet, kann seinen Alterungsprozess spürbar verlangsamen. Er wird seltener an Infekten erkranken, eine glattere Haut und ein blühenderes Aussehen sowie schönere Haare und Nägel haben. Ganz besonders wichtig sind Antioxidantien in Zeiten erhöhter Belastung: zur Infektprophylaxe in der kalten Jahreszeit, bei privatem oder beruflichem Stress sowie in der Rekonvaleszenz oder während einer Chemotherapie. Antioxidantien sind Kosmetik von innen. Sie pflegen die Zellen und halten Körper und Seele widerstandsfähig und belastbar.

 

© Margret Rupprecht

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